Reportage
Berlins Gefängnisse haben Probleme mit Ausländern
Ausländische Gefangene bereiten der Berliner Justiz zunehmend Probleme. Es gibt wachsende Schwierigkeiten bei der Verständigung mit fremdsprachigen Inhaftierten. Zudem melden Berlins Gefängnisse eine wachsende Respektlosigkeit seitens der Nordafrikaner.

Die Berliner Haftanstalten haben zunehmend Probleme mit ausländischen Häftlingen. Aus der Haftanstalt Moabit berichten Bedienstete von Schwierigkeiten bei der Verständigung mit Inhaftierten, die kein Deutsch können.
Zudem spiele eine mangelnde Achtung von weiblichen Mitarbeitern eine wachsende Rolle. Dennoch sei aber nicht geplant, Justizbeamte nach Geschlecht einzusetzen, zitiert die Berliner Morgenpost eine Sprecherin der Senatsjustizverwaltung.
Vor allem die 103 Gefangenen aus Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen und Mauretanien seien zunehmend respektlos. Insgesamt sitzen in den Berliner Gefängnissen rund 4.000 Gefangene (Stand September 2016).
Die Sprecherin sagte, dass Sprachprobleme gerade bei körperlichen Auseinandersetzungen eine Deeskalation erschwerten. Daher gebe es in den Haftanstalten Beratungsprogramme und Dolmetscherdienste.
Für die Gefängniswärter gebe es Fortbildungen zum Umgang mit Gefangenen aus anderen Ländern. Wenn Worte zur Beruhigung der Gefangenen nicht ausreichen, sind laut Gesetz Disziplinarmaßnahmen vorgesehen. Diese reichen von einem Verweis bis zu einem vierwöchigen Arrest.


