Reportage
Berliner trauern um die Opfer der Pariser Anschläge

Einen Tag nach den schlimmsten Terroranschlägen in der Geschichte Frankreichs kamen am Samstagabend rund 2.000 Menschen am Brandenburger Tor zusammen und trauerten um die mehr als 120 Opfer. Das Brandenburger Tor wurde wie andere Wahrzeichen in aller Welt in die Farben Blau, Weiß und Rot getaucht. Viele Berliner haben Tränen in den Augen.
Unter die Trauernden am Pariser Platz mischte sich auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD). Er fürchtet, dass durch die Terroranschläge nun jene politischen Kräfte weiteren Zulauf bekommen könnten, die im Zusammenhang mit der muslimischen Massenmigration nach Europa vor genau solchen Problemen gewarnt hatten.
„Die Menschen, die hierher kommen, flüchten doch genau vor diesen Terroristen“, rechtfertige Michael Müller am Nachmittag auf dem Landesparteitag der Berliner Sozialdemokraten die deutsche Regierungspolitik der offenen Grenzen.
Am Abend trugen sich Michael Müller und eine Delegation von Senat und Abgeordnetenhaus im Kondolenzbuch in der Französischen Botschaft ein. Frankreichs Botschafter Philippe Etienne habe sich dafür und für die große Anteilnahme der Berliner bedankt, sagte Müller anschließend der Berliner Zeitung.
Doch nicht nur Berlins Bürgermeister Michael Müller, sondern Politiker aller Parteien, welche die Politik der offenen Grenzen unterstützen, sind nun besorgt. Sie machen sich Sorgen, welche Auswirkungen die Anschläge, die von „Allahu Akbar“-Rufen der Täter begleitet wurden, auf die Flüchtlingsdebatte haben werden. Denn der Großteil der Flüchtlinge sind Muslime.


