Reportage
Berlin erhält zu Weihnachten 500 neue Asylbewerber

An Heiligabend erreichten rund 500 neue Asylbewerber Berlin. Nach Angaben der Senatssozialverwaltung kamen etwa 200 von ihnen mit einem Sonderzug aus Bayern. Das Landesamt für Soziales und Gesundheit (Lageso) habe die Asylbewerber registriert und auf verschiedene Unterkünfte verteilt.
Von Heiligabend bis zum Sonntag gibt es auf dem Gelände in der Turmstraße nur eine Notbesetzung, berichtet die Berliner Zeitung. Die Lage an Heiligabend war relativ ruhig. Ankommende Asylbewerber wurden einfach mit Bussen wieder zurück in ihre Unterkünfte gebracht.
Kurz vor Weihnachten hatten Asylbewerber zwei neue Notunterkünfte bezogen. Laut Senatssozialverwaltung kamen in einer ehemaligen Filiale der Modekette C&A im Stadtteil Neukölln rund 100 Asylbewerber unter. Die Plätze sollen auf 200 aufgestockt werden.
Zudem wohnen seit Mittwoch rund 100 Asylbewerber in einem ehemaligen Hotel in der Nähe des Potsdamer Platzes. Das ehemalige Hotelgebäude bietet Platz für 150 Menschen. Derzeit wird geprüft, ob die Notunterkünfte längerfristig genutzt werden können.
Die Sprecherin der Initiative „Moabit hilft“, welche die vor allem muslimischen Zuwanderer nach Berlin unterstützt, hat ihre Kritik an den Zuständen am Lageso erneuert. Im rbb-Inforadio warnte Diana Henniges an Heiligabend vor dramatischen Entwicklungen.
Noch herrsche mildes Wetter. „Aber geben Sie uns mal noch vier Wochen, dann haben wir hier in Berlin Minusgrade, und dann wird es den ersten Schwerstkranken oder Toten geben.“


