Reportage
Tausende Menschen demonstrieren für die EU
In Berlin haben rund 4.000 Menschen für die EU sowie gegen Nationalismus und gegen Grenzen demonstriert. Symbolisch rissen die Demonstranten vor dem Brandenburger Tor eine Mauer aus Pappkartons ein.
Wir haben 6000 Träume und Visionen für #Europa – lasst sie uns wahrmachen! #MarchForEurope2017 #marchberlin pic.twitter.com/LX6O7CdwEb
— The European Moment (@EuropeanMoment) March 25, 2017
Am Samstag gingen in Berlin anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge rund 4.000 Menschen auf die Straße, um ihre Verbundenheit mit dem Projekt der Europäischen Union (EU) zum Ausdruck zu bringen.
Am 25. März 1957 hatten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland in Rom die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft unterzeichnet, der Vorläufer der EU.
Laut Veranstalter demonstrierten die Teilnehmer außerdem „gegen die Rückkehr zu Nationalismus, Abschottung und Konfrontation“. Auf Fahnen, Schildern und T-Shirts waren das Azurblau und die zwölf goldenen Sterne der EU-Flagge allgegenwärtig.
Die Demonstranten versammelten sich am Samstagmittag auf dem Bebelplatz und zogen zur Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor. Dort rissen sie symbolisch eine Mauer aus Pappkartons ein, auf der Schilder mit der Aufschrift „Halt! Hier Grenze“ angebracht waren. Anschließend ließen sie tausende Europa-Luftballons in den Himmel steigen.
Auf den Transparenten der Demonstranten standen Slogans wie „Grenzen sind so 20. Jahrhundert“, „Happy Birthday EU!“, „Je suis L’Europe“ oder „Stand up for Europe“, berichtet die Berliner Morgenpost.
Am Sonntag um 14 Uhr werden zu einer weiteren Pro-EU-Demo noch einmal Tausende Demonstranten am Gendarmenmarkt erwartet. Dahinter steht die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“.


