Reportage
Südländer belästigten acht Frauen beim Karneval der Kulturen
Beim Karneval der Kulturen wurden acht Frauen zwischen 16 und 48 Jahren sexuell belästigt. Alle beschreiben die Täter als junge Männer mit südländischem Aussehen.

Wir haben bereits berichtetet, dass am Samstagabend beim Karneval der Kulturen in Kreuzberg eine 17-Jährige und eine 18-Jährige von mehreren Männern sexuell belästigt und bestohlen worden sind.
Doch inzwischen liegen nach Angaben der Polizei sieben Anzeigen gegen Antänzer mit sexueller Motivation von acht Frauen zwischen 16 und 48 Jahren vor. Zudem gab es zahlreiche Fälle von Diebstahl mithilfe des Antänzer-Tricks.
Südländer beim Karneval der Kulturen
Die acht Frauen wurden beim Tanzen vor Bühnen von einer Männergruppe eingekreist und an der Brust, am Po oder im Schritt angefasst. Alle acht Frauen beschrieben die Täter als junge Männer mit südländischem Aussehen.
Die Vorfälle ereigneten sich an allen Abenden von Freitag bis Montag. Die Zahl der Opfer kann noch weiter steigen, weil einige der acht Frauen in Begleitung von anderen Frauen unterwegs waren, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf der Berliner Morgenpost.
Mindestens vier verdächtige Männer seien bisher bekannt. Ein 40 Jahre alter türkischer Staatsangehöriger wurde festgenommen. Er soll bereits am Freitag eine Frau mehrfach am Po berührt haben.
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte, dass die Polizei das Problem ernst nehme und bereits am 1. April 2016 eine sechsköpfige Ermittlungsgruppe „Antänzer“ gegründet habe. Ihr Ziel sei es, Mehrfachtäter zu überführen.
Polizei nimmt 7 nordafrikanische Diebe fest
Während der vier Tage des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg wurden laut Polizei insgesamt 29 Diebstähle zur Anzeige gebracht und 22 Tatverdächtige ermittelt. Es seien auch vier Antänzer-Taten mit dem Ziel eines Diebstahls zur Anzeige gebracht worden.
„Wir haben sieben Männer festnehmen können, die keinen festen Wohnsitz haben und alle aus nordafrikanischen Staaten kommen“, zitiert die Berliner Morgenpost den Polizeisprecher. Drei stammen aus Tunesien, zwei aus Marokko, einer aus Algerien, ein weiterer aus Libyen. Für alle sieben Männer liegen mittlerweile Haftbefehle vor.


