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Reportage

Autobombe explodiert in Berlin Charlottenburg

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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autobombe berlin
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UPDATE: Die Autobombe vom Dienstagmorgen hatte offenbar keinen terroristischen Hintergrund. Die Ermittler der Mordkommission gehen nach momentanem Wissen davon aus, dass es sich um organisierte Kriminalität handelte.

Das 43-jährige Anschlagsopfer wohnte laut Justiz direkt in der Bismarckstraße, wurde also offenbar in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ermordet. Der Mann ist Türke und seit langem polizeibekannt, unter anderem wegen Drogendelikten, der Verbreitung von Falschgeld und illegalen Glücksspiels.

Auf der Bismarckstraße in Berlin Charlottenburg explodierte am frühen Dienstagmorgen eine Autobombe in einem VW Passat. Der Fahrer des Wagens wurde dabei getötet. Die Polizei sperrte Straßen ab und behandelt die Umgebung als Tatort.

Polizei geht von Autobombe aus

„Unsere Ermittler gehen von einem Sprengsatz aus, der das Fahrzeug zur Explosion brachte“, meldete die Polizei Berlin am Dienstagvormittag. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Denn die Polizei konnte nicht ausschließen, dass es noch eine zweite Explosion gibt.

Die Anwohner sollten zur Sicherheit ihre Fenster schließen. Kurz vor Mittag teilte die Polizei Berlin dann via Twitter mit: „Unsere Entschärfer sind fertig, vom Auto geht keine weitere Gefahr aus. Sie können Ihre Fenster an der Bismarckstr. wieder öffnen.“

Der Passat war offenbar während der Fahrt explodiert und überschlug sich dann. Etwas in oder an dem Wagen war während der Fahrt auf der Bismarckstraße in Richtung Innenstadt explodiert, zitiert die B.Z. einen Polizeisprecher. Der Wagen sei dann noch gegen ein parkendes Fahrzeug gefahren.

Der Anschlag wirkt auf den ersten Blick sehr professionell. Denn bis auf den Fahrer des VW Passat sind der Polizei Berlin keine weiteren Verletzten bekannt.

„Man hat einen extrem lauten Knall gehört und die Erschütterung gemerkt, selbst aus einem Kilometer Entfernung“, sagte ein Zeuge der B.Z. Eine weitere Zeugin sagte:

„Es war erst mal leise, es hat einmal kurz explodiert. Dachte okay, dann ist es nur ein Knaller. Und dann ist es auf einmal explodiert. Es war wirklich übertrieben laut. Der ganze Boden hat vibriert. Die Leute haben aus den Fenstern geguckt, sogar die aus der Schule.“

Wegen des Polizei- und Feuerwehreinsatzes war die Bismarckstraße Ecke Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg komplett dicht, so die Verkehrsinformationszentrale. Die Straße war in beiden Richtungen zwischen Richard-Wagner-Straße und Leibnizstraße gesperrt.

Von der Sophie-Charlotten-Straße bis zum Richard-Wagner-Platz muss man mit massiven Behinderungen rechnen. Autofahrer werden gebeten, das betroffene Gebiet weiträumig zu umfahren.

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