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Polizei muss Randalierer immer wieder freilassen

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Die Polizei musste die fünf randalierenden Asylbewerber erneut freilassen. (Screenshot: YouTube)
Die Polizei musste die fünf randalierenden Asylbewerber erneut freilassen. (Screenshot: YouTube)

Fünf afghanische Asylbewerber randalierten in einer U-Bahn. Später trat einer von ihnen eine Frau vom Fahrrad. Die Polizei nahm sie mit aufs Revier, musste sie dann aber wieder freilassen. „Die haben wir jede Woche hier.“

Die Polizei musste die fünf randalierenden Asylbewerber erneut freilassen. (Screenshot: YouTube)
Die Polizei musste die fünf randalierenden Asylbewerber erneut freilassen. (Screenshot: YouTube)

Eine Meldung der Polizei Berlin vom Mittwoch trägt den Titel „Randalierende Personen“. Darin heißt es, dass in der vorhergehenden Nacht fünf Männer in einem U-Bahnzug der Linie U7 in Wilmersdorf randalierten, und weiter:

Gegen 22:40 Uhr bepöbelten sie zwischen den U-Bahnhöfen Eisenacher Straße und Fehrbelliner Platz andere Fahrgäste im Zug und verhielten sich äußerst aggressiv. Zeugen alarmierten die Polizei.

Als die Männer am Fehrbelliner Platz den U-Bahnhof verließen, trat ein 20-Jähriger aus dieser Personengruppe heraus auf den Radweg und stieß eine 49-Jährige vom Fahrrad. Die Radlerin zog sich dabei Schürfwunden und Prellungen zu.

Die alarmierten Polizisten nahmen die Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren fest. Sie mussten sich in einem Polizeigewahrsam erkennungsdienstlichen Behandlungen unterziehen. Das zuständige Kommissariat der Polizeidirektion 2 führt die weiteren Ermittlungen.

Die fünf Asylbewerber randalierten zwischen den U-Bahn-Stationen Eisenacher Straße und Fehrbelliner Platz. Das sind immerhin vier Stationen. Die Männer traten gegen Bänke und Türen und pöbelten Fahrgäste an. „Sie waren äußerst aggressiv“, zitiert die B.Z. einen Zeugen.

Als die fünf Asylbewerber am Fehrbelliner Platz ausstiegen, wählte der Zeuge den Notruf. Daraufhin machten sie Polizisten des Abschnitts 25 sofort auf den Weg. Ein anderer Zeuge beobachtete, wie die Männergruppe noch immer „laut und aggressiv“ den U-Bahnhof verließ.

Draußen sprang einer der Asylbewerber auf den Radweg und trat „mit voller Wucht“ eine Frau vom Fahrrad. Die 49-Jährige stürzte und zog sich Prellungen und Schürfwunden zu.

Am Flüchtlingsheim im ehemaligen Wilmersdorfer Rathaus konnten die Beamten die Angreifer festnehmen. Alle fünf kommen aus Afghanistan. Sie sind zwischen 19 und 22 Jahre alt und haben in Deutschland Asyl beantragt.

Alle fünf Asylbewerber sind bei der Berliner Polizei bereits bekannt. Mehrfach sind sie wegen sogenannter Rohheitsdelikte aufgefallen. Dazu zählen Raub, Körperverletzung, Misshandlung und Bedrohung.

Nach Alkoholkontrolle und Identitätsprüfung musste die Polizei sie wie jedes Mal wieder gehen lassen. „Die haben wir jede Woche, müssen sie immer wieder laufen lassen“, zitiert die B.Z. einen Beamten. „Das ist frustrierend.“

Ajmal H. (20) soll derjenige der fünf Täter sein, der die Frau vom Rad gestoßen hat. Er nahm offenbar schwerste Verletzungen, vielleicht sogar ihren Tod in Kauf. Gegen ihn läuft jetzt ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Allerdings kommt Ajmal H. nicht in Untersuchungshaft. Denn sein Opfer wurde nicht schlimm genug verletzt. Zudem haben die fünf afghanischen Asylbewerber einen festen Wohnsitz. „Deshalb liegen keine Haftgründe vor“, sagte ein Polizeisprecher.

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