Reportage
Asylbewerber sollen Bauern und Gärtner werden
Die bayerische Landesregierung wirbt bei Asylbewerbern in arabischer Sprache um Nachwuchs in der Landwirtschaft. Als Bauern und Gärtner könnten sich die Zuwanderer in ganz Deutschland gut integrieren.

Der bayrische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hofft auf Nachwuchs für Bauern und Gärtner unter den Asylbewerbern. Dazu hat er eine Informationskampagne zu „grünen Berufen“ ins Leben gerufen.
„Eine fundierte Ausbildung im Agrarbereich ist gerade für praktisch oder technisch begabte Asylsuchende der optimale Start ins Arbeitsleben und damit ein wertvoller Beitrag zur Integration“, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Deswegen sollen die an den Landwirtschaftsämtern tätigen Berater in den Integrationsklassen der Berufsschulen aktiv werden und auch Praktika vermitteln.
Damit die jungen Asylbewerber auch verstehen, worum es geht, sollen die gängigen Infobroschüren über die Agrarberufe auch in Arabisch und andere wichtige Migrantensprachen übersetzt werden.
Bauern braucht das Land
„Wir wollen die jungen Asylbewerber möglichst frühzeitig informieren, damit sie die richtigen Weichen für ihr weiteres Leben stellen können“, sagte der bayrische Landwirtschaftsminister in München. Ein passendes Arbeitsumfeld sei entscheidend für die Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft.
Die Initiative aus Bayern passt zu den Plänen der Bundesregierung, wonach die Asylbewerber in den ländlichen Regionen angesiedelt werden sollen, vor allem auch in Ostdeutschland. Allerdings sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) kürzlich, dass die Asylbewerber mit den Gastarbeitern nicht mithalten könnten.


