Reportage
Asylant (27) tötet „ungläubige“ deutsche Rentnerin (70)

Seit drei Jahren lebt der 27jährige Asylbewerber in Deutschland. Vermutlich stammt er aus Pakistan. Seine Identität ist nach Angaben der Polizei noch nicht zweifelsfrei geklärt. Er sei bislang unter verschiedenen Identitäten aufgetreten. Er wohnte in einer Unterkunft für Asylbebewerber in Öhringen und tauchte immer wieder im Polizeicomputer auf: mal wegen Diebstahls, mal wegen Bedrohungen. Im Mai diesen Jahres soll er aus religiösem Hass gepaart mit Habgier einen Mord an einem für ihn völlig fremden Menschen begangen haben. Er soll nachts vermutlich durch den Kellerschacht in das große Einfamilienhaus einer deutschen Rentnerin (70) in Untergriesheim (Stadtteil von Bad Friedrichshall im Kreis Heilbronn) eingedrungen sein, um „einen aus seiner Sicht ungläubigen Menschen umzubringen“. Er soll die Frau, zu der er zuvor keinerlei Beziehung hatte, erwürgt haben. Anschließend soll er die Schrankwand im Schlafzimmer sowie Wände im Haus mit religiösen Schriftzügen in englischer und arabischer Sprache beschmiert haben. Zuletzt soll er der Getöten Geld und Wertgegenstände geraubte haben.
Er hinterließ allerdings im blitzsauberen Einfamilienhaus mit gepflegtem Garten und gepflegten Waschbetonplatten-Wegen seine DNA, die bereits im Polizeicomputer stand. Außerdem wurde ein Gegenstand aus dem Haus der Rentnerin bei ihm im Asylheim gefunden. Eine eigens eingerichtete 39köpfige Sonderkommission „Schrift“ nahm den Pakistani, der ab und zu einer Arbeit nachging, nur vier Tage nach der Mordnacht am Sonntagnachmittag des 22. Mai 2016 fest. Im Verhör bestritt er die Tat.
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn in Baden-Württemberg hat gestern Anklage wegen Mordes gegen den 27jährigen Asylbewerber beim Landgericht – Schwurgerichtskammer – erhoben. In der Anklageschrift wird dem Pakistani vorgeworfen, „dass er in der Nacht vom 18. Mai 2016 auf den 19. Mai 2016 in der Zeit zwischen 23:30 Uhr und 6:48 Uhr zunächst in das Wohnhaus der Geschädigten in Bad Friedrichshall in der Absicht eingedrungen sei, einen aus seiner Sicht ungläubigen Menschen umzubringen und um Bargeld sowie Wertgegenstände aus übersteigertem Gewinnstreben zu entwenden. Dort soll er die Geschädigte, die sich keines Angriffes versah, bis zum Tode stranguliert haben. Anschließend soll er Wertgegenstände und Bargeld entwendet und an unterschiedliche Stellen im Wohnhaus der Geschädigten arabische Schriftzeichen unter anderem auch an eine Schrankwand im Schlafzimmer der Geschädigten geschrieben haben, wobei diese religiöser Natur waren.“
Lange hatten die Ermittler sich mit rätselhaften englischen und arabischen Schriftzeichen im Haus beschäftigt, die der Täter unter anderem an einem Schrank im Schlafzimmer hinterlassen hat.
Zu ihrer Deutung wurde eigens ein Islamwissenschaftler hinzugezogen. „Wegen ihrer Vieldeutigkeit gestaltete sich die Übersetzung schwierig“, sagte Erster Staatsanwalt Christoph Meyer-Manoras, Pressesprecher der Heilbronner Staatsanwaltschaft, der Heilbronner Stimme. Dennoch leiten die Ermittler aus ihnen einen religiösen Hintergrund der Tat ab.


