Reportage
Antisemitismus: Diese Doku wollte ARTE nicht zeigen
BILD zeigt den Dokumentarfilm „Auserwählt und ausgegrenzt“ zum Thema Antisemitismus, den der staatliche Sender ARTE nicht hatte zeigen wollen. Der Film dokumentiert Fälle von Antisemitismus bis in die höchste Politik.

Am Dienstag von null Uhr bis Mitternacht zeigte BILD online einen Dokumentarfilm zum Thema Antisemitismus, den der staatliche Fernsehsender ARTE nicht ausstrahlen wollte. Der Film „Auserwählt und ausgegrenzt“ zeigt verschiedene Fälle von Antisemitismus, der offenbar bis in die höchsten Ebenen der Politik reicht. Selbst im EU-Parlament werden antisemitische Äußerungen mit Beifall bedacht.
Doch nach Ansicht von ARTE sollen die Bürger den Dokumentarfilm nicht sehen, sollen sich kein Urteil zu den Vorwürfen bilden können. Laut BILD liegt der Verdacht liegt nahe, dass die Doku deshalb nicht gezeigt wird, weil sie politisch nicht genehm ist. Daher habe man sich entschieden, den Film für 24 Stunden online zu stellen.
Filmemacher Joachim Schröder sagte in der ZEIT, dass die Programmverantwortlichen nie mit ihm oder der zuständigen WDR-Redakteurin darüber gesprochen hätten, warum sie den Film nicht senden wollen.
ARTE teilte mit, es sei eine „schlichtweg absurde“ Unterstellung, dass man die Dokumentation aus politischen Gründen nicht ins Programm genommen habe. Vielmehr habe man so entschieden, weil der Film gravierend von dem verabredeten Sendungskonzept abweiche.


