Reportage
Anschlag auf BVB-Bus: Polizei findet Bekennerschreiben
Nach dem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus am Dienstagabend in Dortmund hat die Polizei am Tatort ein Bekennerschreiben sichergestellt. Das Champions-League-Viertelfinale gegen die AS Monaco wurde auf Mittwoch verschoben.
Diagnose bei @MarcBartra: Speichenbruch und Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk. Er wird z.Zt. operiert. Gute Besserung, Marc! pic.twitter.com/Ngw7kIdSr0
— Borussia Dortmund (@BVB) April 11, 2017
Bei einem Sprengstoffanschlag auf den Bus von Borussia Dortmund am Dienstagabend wurde BVB-Star Marc Bartra offenbar schwerer verletzt als zunächst angenommen. Er hat eine gebrochene Speiche im rechten Handgelenk und diverse Fremdkörpereinsprengungen im Arm musste umgehend operiert werden.
Dies teilte BVB-Pressesprecher Sasche Fligge auf der extra einberufenen Pressekonferenz mit. Er war noch immer sichtlich erschüttert über den Sprengstoffanschlag, der zur Absage des Champions-League-Viertelfinales in Dortmund gegen die AS Monaco geführt hat.
„Wir müssen davon ausgehen, dass es ein gezielter Angriff auf die BVB-Mannschaft war“, zitiert die WAZ den Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Fest steht, dass es drei Explosionen gab, kurz nachdem der BVB-Bus das Hotel verlassen hatte. Ein weiterer verdächtiger Gegenstand entpuppte sich offenbar als Müll.
Die Polizei hat am Tatort ein Bekennerschreiben sichergestellt. Darin werde die Verantwortung für die Tat übernommen, sagte Staatsanwältin Sandra Lücke. Allerdings werde die Echtheit des Schreibens noch geprüft.
Angaben zu einem möglichen Motiv wollte Sandra Lücke aus ermittlungstechnischen Gründen vorerst nicht geben. Gerüchte über eine mögliche Erpressung kommentierte BVB-Pressesprecher Sascha Fligge mit den Worten: „Davon höre ich zum ersten Mal.“


