Reportage
Will Angela Merkel Uno-Generalsekretärin werden?

Die frühere Bundestagsabgeordnete und DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld geht scharf mit Angela Merkel ins Gericht. „Mit ihren immer gefährlicher werdenden Alleingängen“ füge die Kanzlerin Deutschland und Europa „bleibende Schäden“ zu. Doch das sei ihr anscheinend egal. Denn sie wolle vermutlich Uno-Generalsekretärin werden, schreibt Lengsfeld auf ihrem Blog.
„In ein paar Jahren, wenn es unsere Demokratie noch gibt, wird man sich fassungslos fragen, wie eine solche Mischung aus Verantwortungslosigkeit und Dilettantismus, die Kanzlerin Merkel ausmacht, jahrelang regieren konnte.“
Vera Lengsfeld über Angela Merkel
Nach Ansicht von Vera Lengsfeld passt auf Angela Merkel die folgende Beschreibung genau, die einst der französische Philosoph Alexis de Tocqueville über seinen Zeitgenossen Alphonse de Lamartine verfasste:
„Ich weiß nicht, ob ich […] jemals einem Menschen begegnet bin, der weniger ans Gemeinwohl dachte. […] Ich habe auch keinen gekannt, der weniger aufrichtig war und die Wahrheit mehr missachtete […], weil er sich nicht mit ihr beschäftigte. […] Denn er dachte nie an etwas anderes, als an die Wirkung, die er im Augenblick gerade erzielen wollte.“
Will Angela Merkel Uno-Generalsekretärin werden?
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Bundeskanzlerin zur „wahren moralischen Stimme der Welt“ erklärt. Und das ist nach Ansicht von Vera Lengsfeld genau die Wirkung, die Angela Merkel erzielen will. Ob Deutschland oder Europa dabei bleibende Schäden davontragen, scheine der CDU-Chefin egal zu sein.
Auch die eigene Partei scheint Angela Merkel egal zu sein. Mitten im Wahlkampf wollte sie einen Termin mit dem grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann absolvieren. Erst nach negativen Presseberichten nahm sie davon Abstand.
Merkel ist die CDU egal
„Mehr Illoyalität kann man seiner eigenen Partei nicht bezeugen“, schreibt Vera Lengsfeld. Und was wie ein unerklärlicher Ausrutscher aussehe, sei vielleicht auch keiner. Denn die CDU-Chefin habe ihre Partei nie gemocht. Die CDU war für Angela Merkel „nur ihr politisches Sprungbett.“ Sie wolle die Kanzlerin aller Deutschen sein, sagte sie gleich nach ihrer Vereidigung.
„Nun sieht es so aus, als sei sie die Kanzlerin aller links-grünen Deutschen. Sie exekutiert die Politik der offenen Grenzen, die von Claudia Roth seit dreißig Jahren gefordert wird. Sie hat den grünen Atomausstieg verordnet, ihr Kabinett hat in dieser Legislaturperiode zügig alle SPD- Wahlversprechen durchgesetzt.“
„Die [Wahlversprechen] der CDU konnten nicht realisiert werden, weil das Wahlprogramm so inhaltsleer war, dass nicht einmal von Wahlbetrug gesprochen werden kann. Denn jedem Wähler hätte klar sein müssen, dass er von der CDU nichts zu erwarten hat, als den Machterhalt Merkels.“
Alle etablierten Parteien folgen Merkel
Kurz vor den Landtagswahlen am Sonntag mit einem Rekordergebnis der AfD hatte Vera Lengsfeld geschrieben: „Jedes Land hat die Regierung, die es verdient. Wenn das stimmen sollte, haben die Wähler nun die Gelegenheit zu demonstrieren, dass sie eine bessere Regierung wollen.“ Jede Stimme für eine der etablierten Parteien sei eine Stimme für Angela Merkel.
„Das ist seit den Zeiten der Nationalen Front unseligen Angedenkens nicht wieder da gewesen: Egal ob CDU, SPD, Grüne, FDP oder Linke – eine Stimme für diese Parteien ist eine Stimme für Merkel. Eine Stimme für Merkel ist eine Stimme für die Fortsetzung ihrer irrationalen Flüchtlingspolitik, die das Land innenpolitisch ins Chaos und außenpolitisch in die Isolation treibt.“


