Reportage
Bundesregierung erwartet Dschihad in Deutschland

Nach mehreren Terroranschlägen mit zahlreichen Toten ist die Angst in ganz Europa groß. Das deutsche Bundesinnenministerium (BMI) hält die Anschlagsgefahr auch hierzulande für groß, wie aus einem Geheimbericht des Innenministeriums zur Sicherheitslage hervorgeht.
„Deutschland ist erklärtes und tatsächliches Ziel dschihadistisch motivierter Gewalt“, zitiert BILD aus dem Bericht. Anschläge könnten sich demnach „jederzeit in Form von Gewalttaten gegen staatliche und zivile Einrichtungen sowie Staatsbedienstete und Zivilpersonen konkretisieren“.
Der Bericht warnt vor Terrorattacken wie in Paris am 13. Dezember. Dabei seien „multiple, teilweise über mehrere Tage zeitversetzte, Anschläge gegen verschiedene Zielkategorien“ mithilfe von Schusswaffen, Spreng- und Brandbomben das wahrscheinlichste Szenario.
Als mögliche Täter gelten „Einzeltäter oder autonom agierende Gruppen“, so der Bericht. Die größte Gefahr gehe von Syrien-Kämpfern aus. Insgesamt rund 850 Deutsche sind für Terror-Gruppen wie ISIS in den „Heiligen Krieg“ gezogen.
Von ihnen sind 300 Kämpfer aus Syrien nach Deutschland zurückgekehrt. Diese seien „kampferprobt und komplett verroht“, sagen die Experten. Zudem beobachtet das Bundeskriminalamt (BKA) 420 sogenannte anschlagsbereite, islamistische sogenannte „Gefährder“.


