Reportage
Ratingagentur S&P senkt Kreditwürdigkeit der EU
Erst senkte die Ratingagentur Standard and Poor’s die Kreditwürdigkeit Großbritanniens, dann die der EU. Grund für die beiden Herabstufungen ist die „unsichere Lage“ nach dem Brexit-Votum.

Als Reaktion auf das Brexit-Votum hat die Ratingagentur Standard and Poor’s die Kreditwürdigkeit der Europäischen Union um eine Stufe von AA+ auf AA abgesenkt.
Nach dem Referendum habe S&P seine Meinung über den Zusammenhalt innerhalb der EU überprüft und bewerte diesen jetzt „eher als neutralen denn als positiven Ratingfaktor“, zitiert die Welt aus einer Mitteilung der Ratingagentur.
Die Absenkung des EU-Ratings von AA+ auf AA bedeutet aber immer noch das dritthöchste mögliche Niveau. Der Ausblick bleibt bei S&P stabil, die Ratingagentur rechnet damit, dass sie das Rating der EU mittelfristig nicht weiter herabstufen muss.
Kreditwürdigkeit Großbritanniens
Am Montag hatten S&P und Fitch die Kreditwürdigkeit Großbritanniens herabgestuft. Beide Ratingagenturen verwiesen auf die unsichere Lage nach dem Brexit-Votum. Sie verbanden ihre Entscheidung mit einem negativen Ausblick, was bedeutet, dass weitere Herabstufungen möglich erscheinen.
Standard & Poor’s erkannte Großbritannien nach einem halben Jahrhundert das Triple-A-Rating ab und senkte die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um zwei Stufen von AAA auf AA. Die von dem Ergebnis des Brexit-Votums ausgehende „Unsicherheit“ rechtfertige die bisherige Bestnote nicht mehr.


