Berlin Journal

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Reportage

Ostkreuz: Gestern eröffnete Berlins größte Jugendherberge

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Die ehemaligen Klassenzimmer eines Gymnasiums sind nun schicke Übernachtungsräume in Berlins größter Jugendherberge, die gestern eröffnet wurde. Jeder Raum hat ein eigenes Bad (Foto: Jugendherberge.de)
Die ehemaligen Klassenzimmer eines Gymnasiums sind nun schicke Übernachtungsräume in Berlins größter Jugendherberge, die gestern eröffnet wurde. Jeder Raum hat ein eigenes Bad (Foto: Jugendherberge.de)
Die ehemaligen Klassenzimmer eines Gymnasiums sind nun schicke Übernachtungsräume in Berlins größter Jugendherberge, die gestern eröffnet wurde. Jeder Raum hat ein eigenes Bad (Foto: Jugendherberge.de)
Die ehemaligen Klassenzimmer eines Gymnasiums sind nun schicke Übernachtungsräume in Berlins größter Jugendherberge, die gestern eröffnet wurde. Jeder Raum hat ein eigenes Bad (Foto: Jugendherberge.de)

Allen Widerständen zum Trotz eröffnete nun doch am gestrigen Samstag das Deutsche Jugendhilfswerk DJH in der Marktstraße 9 bis 12 in Rummelsburg am Bahnhof Ostkreuz Berlins größte Jugendherberge mit 445 Betten in 125 Zimmern. Schon jetzt gibt es 40.000 Vorreservierungen für die zweite Jahreshälfte 2016. Eine Übernachtung kostet 25 Euro mit Frühstück.

Die A&O-Kette, deren nächstes Hostel einen halben Kilometer entfernt in der Boxhagener Straße in Friedrichshain liegt, ist mit einem Eilantrag gegen den Umbau gescheitert. Die Betreiber privater Billighotels hatten eine Wettbewerbsverzerrung moniert und wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt. Denn das Land Berlin verzichtet 35 Jahre auf eine Pacht. Martktüblich seien monatlich 600.000 Euro, so die Konkurrenz. Die Grünen-Abgeordnete Clara Herrmann sieht dem Land Mieteinnahmen in Millionenhöhe entgehen.

Die Gegner konnten sich nicht durchsetzen. Verteidigt wurde der Vertrag von Jugendstaatssekretärin Sigrid Keba (SPD) unter anderem mit den hohen Investitionskosten in das landeseigene Gebäude durch den Mieter, wie Berlin Journal berichtete. DJH investierte zehn Millionen Euro.

Im Backsteingebäude in der Marktstraße war ab 1907 ein Gymnasium, später der Sitz der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik, und stand nach deren Umzug auf den Campus Schöneweide leer. Jetzt übernachten Schüler direkt im Klassenzimmer! Chic, modern, barrierefrei: Die Zeiten von Gemeinschaftsduschen sind hier passé, jeder Schlafraum ist mit eigenem Bad ausgestattet.

Am heutigen Sonntag, 11 bis 17 Uhr, will der Betreiber seine neue Herberge an einem Tag der offenen Tür allen interessierten Anwohnern zeigen. Die ersten Reisegruppen werden am 1. Juli 2016 erwartet.

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