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Muslime in Brüssel per SMS zum Terror aufgerufen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Muslime in Brüssel per SMS zum Terror aufgerufen
Viele Terroristen kommen aus Molenbeek und nach Molenbeek. (Screenshot: YouTube/John Cox)
Muslime in Brüssel per SMS zum Terror aufgerufen
Viele Terroristen kommen aus Molenbeek und nach Molenbeek. (Screenshot: YouTube/John Cox)

Eine Woche nach den muslimischen Selbstmordattentaten in Brüssel rekrutieren die Dschihadisten neue Kämpfer. Am Osterwochenende verschickten sie SMS mit entsprechendem Inhalt an Muslime in Brüssel. Betroffen ist vor allem die Islamistenhochburg Molenbeek

„Mein Bruder, warum kämpfst du nicht gegen die westlichen Menschen? Triff die richtige Wahl in deinem Leben“, zitiert der Guardian aus einer SMS, die im Original jedoch in französischer Sprache verfasst war.

Es ist noch unklar, wie genau die Absender an die Handy-Nummern der jungen Muslime gekommen sind. Man geht jedoch davon aus, dass die Isis-Männer vor Ort die Adressen aus den Handys von früheren Rekruten entnommen haben.

Muslime in Brüssel feierten die Terroranschläge

Der Kommunalpolitiker Jamal Ikazban hatte auf die Rekrutierung per SMS aufmerksam gemacht. „Unsere Jugendlichen sind angesichts solcher Raubtiere in Gefahr“, schrieb er am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Doch offenbar sind nicht nur die jungen Muslime in Brüssel in Gefahr.

Die Texte wurden am Sonntagabend von einem Prepaid-Konto versandt und konnten nicht zurückverfolgt werden. Die Aufrufe zum „Kampf gegen die westlichen Menschen“ folgten Videos, die muslimische Jugendliche aus Molenbeek zeigen, welche die Terroranschläge der vergangenen Woche in Brüssel feiern.

Es gibt eine Vielzahl von Berichten, dass junge Muslime in Brüssel auch über Facebook und Email entsprechende Nachrichten erhalten haben, worin sie zum Kampf gegen den Westen aufgerufen werden.

Langwieriger Wiederaufbau am Flughafen Brüssel

Am Brüsseler Flughafen bereitete man am Dienstag eine eingeschränkte Wiederaufnahme des Passagierflug-Betriebs vor. In einem nicht zerstörten Teil des Airports wurden provisorische Check-in-Schalter aufgebaut, die eventuell schon heute wieder Starts und Landungen ermöglichen.

Es werde aber noch Monate dauern, den Check-in-Bereich wieder vollständig aufzubauen, sagte Flughafenchef Arnaud Feist der belgischen Zeitung L’Echo. Zwar sei die Gebäudestruktur in Ordnung, zitiert ihn das Handelsblatt. Doch von der Lüftung bis hin zu den Schaltern müsse alles rekonstruiert werden.

Muslimische Selbstmordattentäter hatten am Dienstag vergangener Woche am Brüsseler Flughafen Zaventem und in einer Metro mindestens 35 Menschen getötet. Die zwei Explosionen verwüsteten große Teile der Abflughalle. Eine weitere Explosion zerstörte einen U-Bahn-Wagen.

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Thomas Breithaupt

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