Reportage
SPD-Abgeordnete fordert deutschlandweiten Islamunterricht
Deutschland muss an allen Schulen Islamunterricht einführen, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese. Andernfalls würden die Schüler von der Türkei finanzierte Angebote nutzen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese hat gefordert, dass es an allen deutschen Schulen Islamunterricht geben muss. Denn immer noch gebe es für den größten Teil der muslimischen Schüler keinen ordentlichen islamischen Religionsunterricht.
Kerstin Griese warnt vor türkischer Konkurrenz
„Solange wir den nicht flächendeckend anbieten, ist es zwangsläufig, dass viele türkischstämmige Familien auf die Angebote der DITIB-Gemeinden zurückgreifen“, sagte die religionspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion der Heilbronner Stimme.
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) gehört zu den großen Islamverbänden in Deutschland. Sie wird jedoch stark vom türkischen Staat beeinflusst. Die Mitglieder werden durch Vorbeter (Hodschas) betreut, die von der Türkei bezahlt werden.
Bei der jetzigen Zuwanderung dürfe man die Fehler der 1960er Jahre nicht wiederholen, so die SPD-Bundestagsabgeordnete. Glücklicherweise gebe es inzwischen einige deutsche Universitäten, die islamische Theologen sowie Religionslehrer ausbilden. Das sei aber noch lange nicht genug.


