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Reportage

Katholiken streiten: Sind offene Grenzen „christlich“?

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Offene Grenzen oder Grenzen zu: Was ist christlich?
Offene Grenzen oder Grenzen zu: Was ist christlich? (Foto: Waiting For The Word)
Offene Grenzen oder Grenzen zu: Was ist christlich?
Offene Grenzen oder Grenzen zu: Was ist christlich? (Bild: Waiting For The Word)

Die Bundesregierung begründet ihre Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen immer wieder auch mit „christlichen Werten“. Doch nun halten zwei führende deutsche Katholiken dagegen. Ein unkontrollierter Zustrom von Millionen Menschen könne nicht christlich sein.

Viele Befürworter der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel vertreten den Standpunkt, dass die Aufnahme von Flüchtlingen auch mit „christlichen Werten“ zusammenhänge. So sagte etwa CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem Tagesspiegel: „Wir helfen weiterhin denen, die wirklich in Not sind, denn das ist der Anspruch, der sich aus dem C in unserem Parteinamen ergibt.“

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, hingegen hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert und beruft sich dabei ebenfalls auf christliche Werte. Eine uneingeschränkte Aufnahme sei „nicht christlich“, weil sie „unser gesamtes Allgemeinwesen überfordern würde“.

Deutschland sei nicht in der Lage, alle Flüchtlinge aufnehmen zu können. Deshalb müssten Prioritäten gesetzt werden, so Alois Glück. Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken setzt sich dafür ein, dass nur besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden.

Auch Christian Sittler, der Vorsitzende des Arbeitskreises engagierter Katholiken in der CDU, warnt vor einer unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen. Die Hilfsbereitschaft der Bürger dürfe nicht überfordert werden.

„Ein unkontrollierter Zustrom von Millionen Menschen kann nicht christlich sein“, so Christian Sittler. Aus christlicher Perspektive müsse Angela Merkel ihren Kurs ändern und eine restriktivere Flüchtlingspolitik einschlagen. Damit würde sie „ganz sicher keine christlichen Werte aufs Spiel setzen“.

Zudem ist es nach Ansicht von Christian Sittler „pharisäerhaft, einer Politik der offenen Tür das Wort zu reden, aber von der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von Christen im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika zu schweigen.“

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Thomas Breithaupt

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