Reportage
JVA Moabit: Geständiger Kinderschänder und Doppelmörder Silvio S. bei Hofgang verprügelt

Der geständige Kinderschänder an dem Flüchtlingskind Mohamed Januzi (4) aus Berlin Moabit und zugleich geständige Doppelmörder an Mohamed und dem Potsdamer Jungen Elias (6), Wachschützer Silvio S. (32), wurde am Freitag, 30. Oktober 2015, als Untersuchungshäftling in die JVA Berlin Moabit eingeliefert.
Bei einem Hofgang wurde er am Sonntag trotz Begleitung von zwei Wachmännern von einem Mitgefangenen verprügelt.
Wie Justizsprecherin Claudia Engfeld der B.Z. bestätigte, wurde er während einer Freistunde am Sonntagmittag von einem Mithäftling mit der Faust geschlagen. „Der Angreifer näherte sich von hinten und schlug zu. Die zwei Beamten, die den 32-Jährigen begleiteten, haben sofort eingegriffen“.
Silvio S. soll leicht verletzt worden sein, benötigte allerdings keine medizinische Behandlung. Gegen den Angreifer wird wegen Körperverletzung ermittelt.
Der Brandenburger befand sich bis zum 31. Oktober in einem besonders gesicherten Haftraum (vorrangig wegen Suizidgefahr). Jetzt sitzt er in einem Einzelhaftraum mit so genannter Sicherungsverfügung. Er habe keinen Kontakt mit Mithäftlingen.
Anwälte warten auf Akteneinsicht
Silvio S. hat indessen nach Angaben seiner Anwälte bisher keine weiteren Taten eingeräumt. „Er hat gesagt: Es gibt keine weiteren Opfer”, so sein Anwalt Mathias Noll aus Potsdam. Vergangene Woche konnten die Anwälte das bislang einzige Mal mit dem 32-jährigen Tatverdächtigen sprechen. Bislang warten die beiden Anwälte, die ihn vertreten, auf Akteneinsicht. „Wir rechnen schnellstmöglich damit”, sagte Noll. Dann werde über das weitere Vorgehen beraten.


