Reportage
Nach Vergewaltigung: Hallenbad startet Rutschzeiten ohne Männer

Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise macht Deutschland viele Veränderungen durch. Das gilt natürlich auch für die Schwimmbäder. Das Arriba Erlebnisbad in Norderstedt in Schleswig-Holstein versucht nun, Vergewaltigungen durch Flüchtlinge vorzubeugen, indem es Rutschzeiten ohne Männer einführt.
Rutschzeiten ohne Männer
Das Bad wolle spezielle Rutschzeiten für Kinder, Jugendliche und Frauen testen, berichtet der NDR. Zu diesen Zeiten dürften Männer dann nicht mehr rutschen. Zudem sollen mehr Sicherheitsleute eingesetzt werden. Einige von ihnen sollen sich als schwimmende Badegäste tarnen.
Comics gegen Vergewaltigungen
Außerdem will das Hallenbad in Norderstedt zusätzliche Überwachungskameras installieren. Bislang sind im gesamten Erlebnisbad 48 Überwachungskameras installiert. Auch Comics will man aufhängen, auf denen gezeigt wird, dass das Anfassen von anderen Badegästen gegen deren Willen verboten ist.
Die Veränderungen in dem Erlebnisbad sind mit Polizei, Oberbürgermeister und der Geschäftsleitung abgestimmt. Grund dafür sind schwere sexuelle Übergriffe auf einer Wasserrutsche.
Haftbefehl gegen zwei Afghanen
Der Polizei zufolge haben ein 14-jähriger Jugendlicher und ein 34 Jahre alter Mann aus Afghanistan zwei weibliche Badegäste an der Rutsche sexuell genötigt. Eine 14-Jährige und eine 18-Jährige hatten sich nach dem Vorfall am Sonntag an das Sicherheitspersonal gewandt.
Gegen die beiden Beschuldigten wurde Haftbefehl wegen des Verdachts auf Vergewaltigung erlassen.


