Reportage
Griechenland will mit Russland Kalaschnikows herstellen
Griechenland und Russland wollen auf der griechischen Halbinsel Peloponnes das legendäre russische Sturmgewehr Kalaschnikow produzieren. Bedingung ist jedoch ein Ende der Sanktionen.

Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos konnte am Dienstag mit Stolz ein griechisch-russisches Projekt ankündigen. Gemeinsam werden die beiden Staaten in Aigio im Norden der griechischen Halbinsel Peloponnes die weltberühmten Kalaschnikows herstellen.
Allerdings kann die Produktion erst dann beginnen, wenn die Europäische Union ihre Sanktionen gegen Russland aufgehoben hat. Erst dann wird Griechenland die Lizenz zum Bau der russischen Sturmgewehre erhalten.
Der mündliche Vorschlag einer gemeinsamen Kalaschnikow-Produktion war von russischer Seite bereits vor einem Jahr unterbreitet worden, als Griechenlands Verteidigungsminister Moskau besuchte.
Kalaschnikow für Nato-Staaten?
„Wir sind bereit, die Produktion der Kalaschnikows zu beginnen, sobald die Russland-Sanktionen vorbei sein“, zitiert Kathimerini den griechischen Verteidigungsminister.
Zudem könne Griechenland „mit der Zustimmung und Zulassung durch die Nato“ die Sturmgewehre auch an die Mitgliedstaaten des nordatlantischen Bündnisses verkaufen. Doch diese Idee des Panos Kammenos gilt jedoch wegen des zu erwartenden Widerstands der USA als unrealistisch.


