Reportage
Grenzkontrollen finden statt Terroristen viele andere Kriminelle

Nach den Terroranschlägen von Paris führt die Bundespolizei an der A 44 Grenzkontrollen durch. Dabei haben die Beamten bisher zwar keine Terroristen gefunden. Doch stattdessen fasst die Bundespolizei reihenweise normale Straftäter, die von Belgien nach Deutschland einreisen wollen.
Vor diesen neuen Grenzkontrollen der Bundespolizei konnten die Kriminellen offenbar ungehindert nach Deutschland einreisen, hier ihre Straftaten begehen und dann wieder ausreisen.
Allein nach den ersten 70 Stunden des Polizeieinsatzes wurden mehr als 100 Straftäter gefasst, zitiert BILD den Abgeordneten im NRW-Landtag Marc Lürbke (FDP). Unter den gefassten Kriminellen waren sieben, die per Haftbefehl gesucht wurden, unter anderem wegen bandenmäßigen Diebstahls. Sie wurden sofort festgenommen.
Die übrigen mehr als 90 Straftäter wurden nicht festgenommen. Sie mussten aber zu weiteren Ermittlungen Wohnort und Personalien angeben, sagt Marc Lürbke. Es handelt sich bei ihnen unter anderem um Diebe, Drogenhändler, Schleuser und Betrüger.
„Kaum vorstellbar, wer an normalen Tagen bisher ungehindert über die Grenze zu uns kam“, schreibt BILD.
Der Landtagsabgeordnete Marc Lürbke denkt da an mobile Einbrecherbanden, etwa an die Audi-Bande. Diese ist verantwortlich für über 40 Geldautomatensprengungen und taucht offenbar nach ihren Taten über die Grenze nach Holland oder Belgien ab.
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