Reportage
Gewaltbereite Linke randalieren vor AfD-Parteitag in Stuttgart

Die Alternative für Deutschland (AfD) hält am Samstag in Stuttgart ihren Parteitag ab. Dabei wollen sich die Mitglieder der Partei auf ein Parteiprogramm einigen. Im Vorfeld gab es zahlreiche Aufrufe aus der linksextremen Szene, den AfD-Parteitag zu blockieren. Diesem Aufruf sind scheinbar gewaltbereite Autonome aus dem ganzen Land gefolgt, denn noch vor dem Beginn der Veranstaltung kam es zu Ausschreitungen, Randale und Festnahmen durch die Polizei.
Enormes Sicherheitsaufgebot für AfD-Parteitag
Einige Hundert Demonstranten haben am Samstag Morgen versucht, die Veranstaltung an der Messe in Stuttgart zu blockieren. Die Polizei meldete rund 400 gewaltbereite und vermummte Autonome, die mit Holzlatten und Eisenstangen bewaffnet auf das Gelände drängten. Die Linksextremen versuchten darüber hinaus, den Zugang zum Bosch-Parkhaus zu verstellen. Rund 1000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz und sogar Stacheldrahtzaun wurde aufgestellt, wie die Welt berichtet.
08.50 Uhr: An der #Messe kommt es zu Angriffen gegen Einsatzkräfte der #Polizei. Es musste u.a. Pfefferspray eingesetzt werden.
— Polizei Stuttgart (@PP_Stuttgart) April 30, 2016
Am Freitag waren AfD-Gegner vor Gericht mit ihrem Protest gegen die strengen Sicherheitsauflagen beim AfD-Parteitag gescheitert, wie Spiegel Online berichtet. Die Polizei rückte mit Wasserwerfern an und setzte auch Pfefferspray gegen die Randalierer ein. Auf Twitter sprach die Polizei sogar von „800 bis 900 gewaltbereiten Störern“. Diese hätten Bengalos und Leuchtraketen entzündet und in Richtung der Beamten abgefeuert. Die Polizei nahm rund 400 Störer in Gewahrsam.

Linksextreme sorgen für Verkehrschaos
Auch in der Nähe des Tagungsortes versperrten Gegner den Zugang zum AfD-Parteitag, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Rufe wie „Nazis raus“ oder „Ade, Ade zur AfD“ seien zu hören gewesen. Auf der Bundesstraße 27 kam es ebenfalls zu Störungen, wie die Polizei meldete. Dort hatten gewaltbereite Demonstranten mehrer Autoreifen in Brand gesetzt. Die Straße musste für rund 20 Minuten gesperrt werden, damit die Brandsätze entfernt werden konnten. Auch die Autobahn 8 Richtung München wurde von Autonomen kurzfristig auf einer Spur blockiert.
Die rund 2.000 AfD-Mitglieder wollen sich von den Protesten jedoch nicht ablenken lassen und ihrem eigentlichen Ziel, dem Beschluss eines Parteiprogramms, nachgehen. „Wir haben netto etwa 11,5 Stunden Zeit hier in Stuttgart, um über unser Grundsatzprogramm zu beraten. Ich hoffe, dass wir es schaffen werden, die wichtigsten Kapitel zu beschließen“, zitiert das Blatt AfD-Parteivize Albrecht Glaser. Die stellvertretende Vorsitzende Beatrix von Storch kündigte an, dass der Satz „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ aller Wahrscheinlichkeit nach Teil des Programms sein werde.


