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Reportage

Energy Towers Holding AG: Wenn Energieeffizienz zur Industriefrage wird

Von Ronald Ackermann · · 13 Min. Lesezeit

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Industrieunternehmen verbrauchen große Mengen Energie – gleichzeitig entsteht bei vielen Produktionsprozessen Wärme, die bislang nur teilweise weitergenutzt wird. Genau hier setzt die Energy Towers Holding AG an. Das Unternehmen entwickelt ein Kraftwerkskonzept, das vorhandene Energiequellen wie industrielle Abwärme mit hydrostatischem Auftrieb, Kreislaufmechanik und Generatorentechnik verbinden soll.

„Wir haben über zehn Jahre in die Forschung und Entwicklung investiert.“
— Zeki Akbayir, Gründer und CTO von Energy Towers

Energy Towers steht damit für einen Ansatz, der für den Industriestandort Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt: vorhandene Energie effizienter zu nutzen, industrielle Prozesse energetisch weiterzuentwickeln und zusätzliche Potenziale aus bislang nur teilweise genutzter Abwärme zu erschließen.

Energy Towers Holding AG – Das Wichtigste in Kürze

  • Industrielle Abwärme besser nutzen
    Eigene Kraftwerkstechnologie aus Deutschland
    Etablierte Physik neu kombiniert
    Prototyp bis Ende 2027 geplant
    Forschung begleitet technische Entwicklung
    Industrialisierung als nächster Schritt

 

Abwärme wird zum strategischen Energiethema

Die deutsche Energiewende wird häufig vor allem mit Windkraft, Photovoltaik, Stromnetzen und Speichern verbunden. Für die Industrie kommt ein weiterer Bereich hinzu: die effizientere Nutzung von Energie, die bereits eingesetzt wurde. Bei Produktionsprozessen, Rechenzentren und anderen technischen Anlagen entstehen teilweise erhebliche Wärmemengen. Je nach Temperatur, Standort und Prozess können diese unmittelbar weiterverwendet, in Wärmenetze eingespeist oder mit geeigneten Technologien für andere energetische Anwendungen nutzbar gemacht werden.

Auch der gesetzliche Rahmen trägt dieser Entwicklung Rechnung. Das Energieeffizienzgesetz verpflichtet Unternehmen oberhalb bestimmter Verbrauchsgrenzen dazu, technisch vermeidbare Abwärme zu reduzieren und technisch unvermeidbare Abwärme im Rahmen der technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Möglichkeiten wiederzuverwenden. Für Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von höchstens 2,5 Gigawattstunden gelten entsprechende Ausnahmen. Damit gewinnt industrielle Abwärme zunehmend an wirtschaftlicher und energetischer Bedeutung. Was bei Produktionsprozessen ohnehin entsteht, rückt stärker als nutzbare Ressource in den Mittelpunkt.

Kurz erklärt: Warum Abwärme unterschiedlich nutzbar ist

Nicht jede Wärmemenge besitzt die gleiche energetische Qualität. Entscheidend sind unter anderem Temperatur, verfügbare Leistung, zeitliche Verfügbarkeit und die technischen Bedingungen am Standort. Das Energieeffizienzgesetz berücksichtigt dies unter anderem über den sogenannten Exergiegehalt – vereinfacht gesagt die Fähigkeit einer Energiequelle, technische Arbeit zu leisten. Deshalb können je nach industriellem Prozess unterschiedliche Technologien für die weitere Nutzung sinnvoll sein.

Hier setzt die Energy Towers Holding AG an

Die ENERGY TOWERS Holding AG hat ihren gesellschaftsrechtlichen Sitz in Michelstadt in Hessen und unterhält ein Büro in Leimen bei Heidelberg. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Darmstadt unter HRB 102861 eingetragen. Vertreten wird sie von CEO Stephan Ballweg und CTO Zeki Akbayir. Im Mittelpunkt des Unternehmens steht eine eigene Kraftwerkstechnologie. Sie verbindet etablierte physikalische Prinzipien mit Elementen aus Maschinenbau, Hydraulik, Drucktechnik und Generatorentechnik.

Das Grundprinzip beruht auf hydrostatischem Auftrieb. Arbeitskörper werden mithilfe zugeführter Energie in ein Drucksystem eingebracht. Innerhalb einer Flüssigkeit steigen sie aufgrund der Auftriebskraft nach oben und bewegen dabei ein mechanisches System. Anschließend werden sie in einen Rücklauf übergeben und sinken durch ihr Eigengewicht wieder nach unten. Die dabei entstehende Bewegung soll über einen Generator in elektrische Energie umgewandelt werden.

Als mögliche Energiequellen nennt Energy Towers unter anderem industrielle Abwärme, Geothermie, Biogas, Pellets und Wasserkraft. Für industrielle Anwendungen steht insbesondere die Nutzung vorhandener Abwärme im Mittelpunkt.

Etablierte Physik in einer neuen Systemarchitektur

Die einzelnen physikalischen und technischen Grundlagen des Konzepts sind bekannt. Das archimedische Prinzip beschreibt den Auftrieb eines Körpers in einer Flüssigkeit. Generatoren wandeln mechanische Bewegung in elektrische Energie um, und Hydraulik- sowie Drucksysteme gehören seit Langem zum industriellen Maschinenbau.

Die Entwicklungsleistung von Energy Towers liegt in der Verbindung dieser Elemente zu einem kontinuierlichen Gesamtsystem. Hydraulik, Drucktechnik, Mechanik, Generatorentechnik, Thermodynamik sowie Mess- und Steuerungstechnik müssen dabei aufeinander abgestimmt werden. Gerade diese Systemintegration ist für die weitere Entwicklung von zentraler Bedeutung.

Das Unternehmen beschreibt industrielle Abwärme dabei als mögliche Initialenergie für den technischen Kreislauf. Die vorhandene Wärmeenergie soll damit in einen mechanischen Prozess eingebracht und anschließend zur Stromerzeugung genutzt werden.

Warum industrielle Abwärme besonders interessant ist

Für energieintensive Unternehmen kann eine bessere Nutzung vorhandener Wärme mehrere Aspekte miteinander verbinden: Energieeffizienz, Eigenversorgung und eine effizientere Verwendung bereits eingesetzter Primärenergie. Energy Towers nennt insbesondere energieintensive Branchen als mögliche Anwendungsfelder. Dazu zählen beispielsweise Industrie und Produktion sowie weitere Standorte, an denen kontinuierlich geeignete Energiequellen zur Verfügung stehen. Das Unternehmen verweist außerdem auf dezentrale Energieversorgung, Mikronetze und Off-Grid-Anwendungen.

Der Ansatz ergänzt damit bestehende Energieformen. Im Mittelpunkt steht nicht die Erschließung einer völlig neuen Primärenergiequelle, sondern die technische Weiterverwendung bereits verfügbarer Energie. Für einen Industriestandort wie Deutschland ist genau diese Perspektive relevant: Neben Ausbau und Import von Energie gewinnt zunehmend die Frage an Bedeutung, wie vorhandene Energie innerhalb industrieller Prozesse möglichst effizient genutzt werden kann.

Forschungsarbeit begleitet die technische Entwicklung

Energy Towers hat die technische Entwicklung in den vergangenen Jahren durch Berechnungen und Modellierungen begleiten lassen. Im Mai 2026 veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse einer Untersuchung zu zwei wesentlichen Teilsystemen. Betrachtet wurden das hydraulische System und der Turm. Für das hydraulische System wurde auf Basis der verwendeten Modelle ein Wirkungsgrad von rund 68 Prozent berechnet. Für den Turm wurden bei geeigneten Betriebsparametern Werte von bis zu 87 Prozent ermittelt.

Die veröffentlichten Werte beziehen sich auf modellierte Teilsysteme. Die Untersuchung beschreibt sie als erste quantitative Abschätzungen auf Basis analytischer Modelle und definierter Annahmen zum Systemdesign. Damit bilden sie eine technische Grundlage für die weitere Entwicklung und Auslegung der Anlage. Mit dem geplanten Prototyp sollen diese Arbeiten nun in ein integriertes Gesamtsystem überführt und anschließend um praktische Betriebsdaten ergänzt werden.

Kurz erklärt: Vom Modell zur Anlage

Bei technischen Neuentwicklungen werden einzelne Komponenten zunächst berechnet, simuliert und ausgelegt. Dadurch lassen sich Größen, Kräfte, Wirkungsgrade und Betriebsparameter bereits vor dem Bau einer vollständigen Anlage untersuchen. Der Prototyp führt diese Komponenten anschließend zu einem Gesamtsystem zusammen. Die daraus gewonnenen Betriebsdaten können für weitere Optimierungen und spätere Serien- oder Industrieanlagen genutzt werden.

Der nächste Schritt: vom Engineering zum Prototyp

Energy Towers bereitet inzwischen die nächste Entwicklungsphase vor. Nach mehr als zehn Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit soll der geplante Prototyp die bisherigen technischen Arbeiten in einer vollständigen Anlage zusammenführen. Die aktuelle Unternehmens-FAQ nennt dafür ein geplantes Investitionsvolumen von rund sechs bis acht Millionen Euro. Aufbau und Inbetriebnahme in Deutschland sind nach dem gegenwärtigen Unternehmensplan bis Ende 2027 vorgesehen.

Mit dieser Anlage beginnt eine neue Entwicklungsstufe. Die bisher modellierten und konstruierten Komponenten können im Zusammenspiel betrieben werden. Dabei sollen Betriebsdaten zu Leistung, Energiebedarf, Wirkungsgrad und Systemverhalten gewonnen werden. Diese Daten bilden wiederum eine Grundlage für weitere Optimierungen, die Auslegung unterschiedlicher Leistungsgrößen und konkrete industrielle Anwendungen.

Der Prototyp ist damit die Brücke zwischen technologischer Entwicklung und industrieller Anwendung.

Von der Einzelanlage zur skalierbaren Technologie

Energy Towers verfolgt ein modulares Konzept. Nach Angaben des Unternehmens soll die Technologie dadurch an unterschiedliche Leistungsanforderungen und Einsatzorte angepasst werden können. Auch das Zusammenschalten mehrerer Einheiten ist Teil der langfristigen Konzeption. Für die Industrialisierung ist dieser Ansatz von Bedeutung. Produktionsstätten unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Energiebedarf, verfügbarer Abwärme und technischer Infrastruktur. Ein modular aufgebautes System kann grundsätzlich flexibler auf unterschiedliche Standortbedingungen zugeschnitten werden.

Neben dem direkten Anlagenverkauf plant Energy Towers auch verschiedene Lizenzmodelle. Die aktuelle Unternehmens-FAQ nennt Produkt-, Vertriebs-, Service-, Wartungs- und projektbezogene Lizenzen. Damit ist die Unternehmensstrategie nicht ausschließlich auf den eigenen Bau und Betrieb von Anlagen ausgerichtet. Perspektivisch können auch Maschinenbau-, Vertriebs- und Servicepartner in die Skalierung einbezogen werden.

Greentech made in Germany: vom Engineering zur Industrialisierung

Energy Towers verbindet die Entwicklung der Technologie bewusst mit dem deutschen Industrie- und Forschungsstandort. Im Mai 2026 kommunizierte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über acht Millionen Euro. Die Mittel sollen die weitere technische Entwicklung und den nächsten Schritt in Richtung Markteintritt unterstützen. Gerade bei Kraftwerks- und Energietechnik ist der Übergang vom Engineering zur industriellen Anwendung ein mehrstufiger Prozess. Konstruktion, Berechnung, Materialauswahl, Steuerung, Anlagenbau und praktische Erprobung greifen dabei ineinander.

Deutschland verfügt hierfür über eine breite industrielle Infrastruktur aus Maschinenbau, spezialisierten Zulieferern, Forschungseinrichtungen und potenziellen industriellen Anwendern. Für technologieorientierte Unternehmen kann dieses Umfeld einen wichtigen Bestandteil der weiteren Entwicklung bilden. Aus einer technischen Konzeption soll schrittweise eine reproduzierbare und skalierbare Anlage werden.

Abwärme wird auch regulatorisch sichtbarer

Parallel zur technologischen Entwicklung verändert sich der Markt. Das Energieeffizienzgesetz enthält mittlerweile einen eigenen Abschnitt zur Vermeidung und Verwendung von Abwärme. Unternehmen oberhalb der gesetzlichen Verbrauchsschwellen müssen sich damit systematischer mit ihren Abwärmepotenzialen beschäftigen. Zusätzlich werden Informationen über verfügbare Abwärmemengen auf einer dafür vorgesehenen Plattform erfasst.

Damit entsteht eine bessere Datenbasis darüber, wo in Deutschland nutzbare Wärmemengen vorhanden sind. Für Anbieter entsprechender Technologien kann diese Entwicklung relevant werden. Je transparenter industrielle Abwärmepotenziale werden, desto konkreter lassen sich geeignete technische Nutzungskonzepte untersuchen und miteinander vergleichen. Energy Towers positioniert seine Technologie genau in diesem Umfeld.

Auch neue Infrastrukturen schaffen Einsatzmöglichkeiten

Neben klassischen Industrieunternehmen wächst der Energiebedarf auch in anderen Bereichen. Besonders Rechenzentren stehen zunehmend im Mittelpunkt der Diskussion um Stromverbrauch und Abwärmenutzung. Das Energieeffizienzgesetz enthält für Rechenzentren eigene Vorgaben und Berichtspflichten. Damit wird die Verbindung aus Stromversorgung, Energieeffizienz und Wärmenutzung auch dort wichtiger.

Energy Towers nennt neben der Industrie auch Gebäude, Quartiere und Infrastrukturprojekte als mögliche langfristige Anwendungsfelder. Im Juli 2026 stellte das Unternehmen zudem Konzepte für vertikale Kraftwerkslösungen im urbanen Umfeld vor. Welche Anlagengröße und Auslegung jeweils eingesetzt wird, hängt von Energiequelle, Standort und konkretem Bedarf ab. Die modulare Konzeption soll nach Unternehmensplanung unterschiedliche Anwendungsszenarien ermöglichen.

Wo Energy Towers heute steht

Energy Towers befindet sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase. Das Anlagenkonzept ist beschrieben, wesentliche technische Bereiche wurden berechnet und modelliert, und die weitere Entwicklung wird durch Forschungs- und Entwicklungspartner begleitet. Mit dem geplanten Prototyp soll nun die nächste Entwicklungsstufe erreicht werden. Dabei werden die bislang entwickelten Komponenten und technischen Ansätze in einem vollständigen System zusammengeführt.

Im praktischen Betrieb sollen anschließend zusätzliche Daten zu Leistung, Wirkungsgrad, Energiebedarf und Betriebsverhalten gewonnen werden. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die weitere technische Optimierung sowie für die Auslegung konkreter industrieller Anwendungen. Damit folgt Energy Towers einem typischen Entwicklungsweg technologieorientierter Unternehmen: Auf Konzept, Berechnung und Engineering folgen Prototyp, praktische Erprobung und darauf aufbauend die weitere Industrialisierung.

Die kommenden Entwicklungsschritte werden deshalb vor allem davon geprägt sein, die bisherige technische Arbeit in eine reale Anlage zu überführen und daraus weitere Anwendungen und Skalierungsmöglichkeiten abzuleiten.

Energy Towers steht für eine größere Entwicklung

Deutschland steht vor der Aufgabe, seine Energieversorgung weiterzuentwickeln und gleichzeitig seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dabei geht es nicht nur darum, zusätzliche Energie bereitzustellen. Ebenso wichtig wird die Frage, wie bereits eingesetzte Energie effizienter genutzt und länger innerhalb industrieller Prozesse gehalten werden kann.

Die Energy Towers Holding AG entwickelt für diesen Bereich einen eigenen technologischen Ansatz. Industrielle Abwärme und andere geeignete Energiequellen sollen mit einem mechanischen Kraftwerkskonzept verbunden und für die zusätzliche Stromerzeugung nutzbar gemacht werden. Mit den bisherigen Entwicklungsarbeiten, technischen Berechnungen und dem geplanten Prototyp erreicht das Unternehmen nun die nächste Phase. Aufbau und Inbetriebnahme der vollständigen Anlage sollen zusätzliche Betriebsdaten liefern und damit die Grundlage für weitere industrielle Anwendungen und die spätere Skalierung schaffen.

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt schrittweise von Entwicklung und Engineering hin zu praktischer Anwendung und Industrialisierung. Für den deutschen Technologiestandort ist genau dieser Übergang interessant. Innovation entsteht nicht allein durch völlig neue physikalische Prinzipien. Sie kann ebenso darin liegen, etablierte Verfahren, moderne Ingenieurtechnik und konkrete industrielle Anforderungen zu neuen technischen Systemen zusammenzuführen.

Energy Towers will diesen Weg mit dem geplanten Prototyp in die nächste Entwicklungsstufe führen.

Energy Towers Holding AG im Überblick

Punkt Stand September 2026
Unternehmen ENERGY TOWERS Holding AG
Sitz Michelstadt, Hessen
Büro Leimen bei Heidelberg
Handelsregister HRB 102861, Darmstadt
CEO Stephan Ballweg
CTO / Gründer Zeki Akbayir
Schwerpunkt Energie- und Kraftwerkstechnologie
Energiequelle u. a. industrielle Abwärme
Entwicklungsphase Prototypvorbereitung
Prototyp-Budget ca. 6–8 Mio. Euro
Inbetriebnahme geplant bis Ende 2027

Unternehmens- und Zukunftsangaben entsprechen dem aktuell veröffentlichten Planungsstand von Energy Towers.

 

Was entwickelt die Energy Towers Holding AG?

Energy Towers entwickelt eine Kraftwerkstechnologie, bei der unter anderem hydrostatischer Auftrieb, mechanische Kreisläufe und Generatorentechnik kombiniert werden. Als Energiequellen nennt das Unternehmen unter anderem industrielle Abwärme, Geothermie, Biogas, Pellets und Wasserkraft.

 

Wo sitzt Energy Towers?

Der gesellschaftsrechtliche Sitz der ENERGY TOWERS Holding AG befindet sich in Michelstadt in Hessen. Zusätzlich unterhält das Unternehmen ein Büro in Leimen bei Heidelberg.

 

Wer steht hinter Energy Towers?

Als CEO wird Stephan Ballweg geführt. Zeki Akbayir ist Gründer beziehungsweise Initiator der Technologie und CTO des Unternehmens.

 

Wie soll die Energy-Towers-Technologie funktionieren?

 

Arbeitskörper werden mithilfe zugeführter Energie in ein Drucksystem eingebracht. Durch hydrostatischen Auftrieb bewegen sie sich innerhalb einer Flüssigkeit nach oben und treiben dabei ein mechanisches System an. Über die Rückführung der Arbeitskörper entsteht ein Kreislauf, dessen mechanische Bewegung über einen Generator zur Stromerzeugung genutzt werden soll.

 

Welche Bedeutung hat industrielle Abwärme?

Energy Towers sieht industrielle Abwärme als eine mögliche Initialenergie für den Betrieb des Systems. Damit soll Energie, die in industriellen Prozessen bereits vorhanden ist, für eine zusätzliche energetische Nutzung erschlossen werden.

 

Was wurde bislang technisch berechnet?

In veröffentlichten Berechnungen wurden unter anderem das hydraulische System und der Turm untersucht. Dabei wurden modellierte Wirkungsgrade von rund 68 Prozent für das hydraulische System und bis zu 87 Prozent für den Turm bei geeigneten Betriebsparametern angegeben. Die Werte beziehen sich auf die untersuchten Teilsysteme.

 

Wann soll der Energy-Towers-Prototyp entstehen?

Nach der aktuellen Unternehmensplanung werden für den Prototyp rund sechs bis acht Millionen Euro veranschlagt. Aufbau und Inbetriebnahme in Deutschland sind bis Ende 2027 vorgesehen.

 

Wie soll die Technologie später skaliert werden?

Energy Towers setzt auf ein modulares Konzept und plant neben Anlagenverkäufen auch Produkt-, Vertriebs-, Service-, Wartungs- und projektbezogene Lizenzmodelle.

Quellen

  • ENERGY TOWERS Holding AG: Unternehmenswebsite und Technologie, Abruf 27.09.2026.
  • ENERGY TOWERS Holding AG: FAQ zu Technologie, Prototyp und Planung, Abruf 27.09.2026.
  • ENERGY TOWERS Holding AG: Impressum und Unternehmensangaben, Abruf 27.09.2026.
  • ENERGY TOWERS Holding AG: KIT-Berechnungen zur Technologie, 06.05.2026, Abruf 27.09.2026.
  • ENERGY TOWERS Holding AG: Greentech made in Germany, 27.05.2026, Abruf 27.09.2026.
  • Energieeffizienzgesetz, insbesondere §§ 16 und 17, Abruf 27.09.2026.

 

Redaktioneller Hinweis

Dieser Beitrag gibt den öffentlich dokumentierten Informationsstand zur Energy Towers Holding AG zum 27. September 2026 wieder. Angaben zu zukünftigen Terminen, Anlagenleistungen, Skalierung und Einsatzmöglichkeiten beruhen teilweise auf aktuellen Unternehmensangaben und Planungen. Modellierte Wirkungsgrade beziehen sich auf die jeweils untersuchten Teilsysteme.

Der Beitrag dient der journalistischen Information und Einordnung einer Technologie- und Unternehmensentwicklung. Er stellt weder eine technische Zertifizierung noch eine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

 

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