Reportage
Ditib-Funktionär nennt Demokratie „nicht bindend“
Ishak Kocaman ist Chef des Ditib-Moscheevereins in Hamburg-Wilhelmsburg. Auf Facebook sagt er, dass die Demokratie für Muslime nicht bindend ist, sondern der Koran. Türken und Kurden, die nicht den Islam lebten, spucke er aufs Gesicht.

Führende Mitglieder des türkisch-islamischen Dachverbandes Ditib zeigen offen ihre Ablehnung und ihren Hass gegenüber Nicht-Muslimen. Dies zeigte am Dienstagabend die ARD-Sendung „Panorama 3“.
Die Reporter konfrontierten Ishak Kocaman, den Vorsitzenden des Ditib-Moscheevereins in Hamburg-Wilhelmsburg, mit Aussagen, die er auf Facebook postete. Darin heißt es etwa: „Demokratie ist für uns nicht bindend […] uns bindet Allahs Buch, der Koran.“ Und:
Ich spucke auf das Gesicht der Türken und Kurden, die nicht den Islam leben. Was für einen Wert haben sie schon, wenn sie keine Muslime sind.
Gegenüber den Reportern sagte Ishak Kocaman, er habe das nicht so gemeint. Wegen dieser Recherchen stellt Hamburgs Opposition den vor vier Jahren geschlossenen Staatsvertrag zwischen der Stadt und Ditib nun erneut infrage.
Der Panorama-Bericht zeige, dass es „antiwestliche, antichristliche, antisemitische und demokratiefeindliche Entwicklungen bei Ditib-Nord“ gebe, zitiert die Welt André Trepoll, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
„Die fortschreitende religiöse Intoleranz und Ablehnung der Demokratie bei Ditib ist eine ernsthafte Gefahr für das friedliche Zusammenleben der Menschen in Hamburg.“ Der laufende Vertrag mit Ditib-Nord müsse ausgesetzt werden.


