Reportage
Deutscher Städtebund will Familiennachzug erleichtern

Bisher sind nur Asylbewerber mit einem andauernden Asylverfahren dazu verpflichtet, sich nur in dem von der zuständigen Behörde festgelegten Bereich aufzuhalten. Sonst erhalten sie kein Geld. Doch nun prüft die Bundesregierung die Einführung einer Residenzpflicht auch für anerkannte Asylanten.
Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) betrachtet eine Residenzpflicht für anerkannte Asylanten als „notwendig“. Ziel der geplanten Wohnortpflicht ist es, die Ausländer fair auf alle Bundesländer zu verteilen. Die Bildung von Asylanten-Ballungszentren soll auf diese Weise verhindert werden.
Familiennachzug erleichtern
Da man den Ausländern ihren Wohnort innerhalb Deutschlands nicht einfach vorschreiben will, schlägt der Deutsche Städte- und Gemeindebund Belohnungen für jene Asylanten vor, die an dem Wohnort bleiben, wo sie auch schon während ihres Asylverfahrens leben mussten, berichtet die Welt.
„Erleichterungen beim Familiennachzug oder Erleichterungen im Aufenthaltsrecht könnten dazu beitragen, die Menschen zum Bleiben zu motivieren“, so das Sechspunktekonzept des Städtebundes. Zudem sei es denkbar, „die Menschen nicht einzeln, sondern in Gruppen – etwa Familien oder Personen aus derselben Herkunftsregion – gemeinsam anzusiedeln“.
Ziel des Städtebundes ist es, dass auch „die Integration der Menschen in den ländlichen Räumen gelingen kann“. Dazu könne es etwa sinnvoll sein, passende Angebote zur Qualifikation zu unterbreiten. „Die Flüchtlinge sollten dann entsprechend ihrer Vorbildung und ihrer Interessen verteilt werden“, heißt es in dem Konzept.
Städte fordern mehr Steuergeld für Integration
Zudem fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund, dass Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter mehr für die Integration tun. Deutsche Steuergelder dürften nicht nur für die Unterbringung, die Versorgung, Ausbildung und Qualifizierung der Ausländer verwendet werden. Vielmehr müsse der Steuerzahler die Fremden auch fürs Arbeiten bezahlen.


