Reportage
Sicherheitsforscher: Arabische Flüchtlinge sind Katastrophe für Europa

Nach den Angriffen des Islamischen Staats auf Paris hoffen die Bürger Israels, dass wir in Europa uns endlich besser in ihre Lage versetzen können. „Vielleicht verstehen die Europäer nun, was wir hier fast täglich durchmachen“, lautet ein Satz, den man heute auf den Straßen des kleinen Landes im Nahen Osten viel hört.
Dan Schueftan, Direktor des Zentrums für nationale Sicherheitsstudien an der Universität Haifa, nennt die Europäer „unrealistisch“.
Denn die Europäer hätten erwartet, dass nach dem Arabischen Frühling „wundervolle Demokratien“ entstehen. „Doch es gab überall Desaster, weil die arabischen Gesellschaften nicht in der Lage sind, eine Demokratie aufzubauen“, zitiert ihn die Jüdische Allgemeine.
Arabische Flüchtlinge sind eine Katastrophe für Europa
Statt bei sich Demokratien aufzubauen, bringen die arabischen Flüchtlinge nun ihre Kulturen ins Herz Europas, sagt Dan Schueftan. Das sei eine Katastrophe für den Kontinent.
„Die Europäer riskieren ihre Werte mit der derzeitigen Politik. Natürlich klingt es gut zu sagen: ‚Wir sind ja so offen und nehmen alle auf, die zu uns kommen wollen.‘ Gut für Europa ist das aber sicher nicht.“
Daher rät Dan Schueftan Europa dazu, seine äußeren Grenzen zu schließen und die Zahl der Flüchtlinge radikal zu beschränken. „Denn mit einer kontrollierten Anzahl von Flüchtlingen kann man sicherlich umgehen. Aber nicht mit einem schier endlosen Strom.“
Die Europäer seien zwar großartig darin gewesen, Werte zu definieren, die er bewundere, sagt Dan Schueftan. „Alles, was ich über Pluralismus weiß, habe ich von Europa gelernt.“ Allerdings seien die Europäer schlecht darin, ihre Werte auch zu schützen.
Wenn Europa nicht beginne, sich gegen den Massenzustrom arabischer Flüchtlinge zu schützen, stehe die Zukunft von Europas Kindern auf dem Spiel. Die europäischen Staaten sollten ihre Kinder und ihre Nationen schützen.
Sicherheit geht über Datenschutz
Nach Jahrzehnten des muslimischen Terrors hat Israel mehr Erfahrung im Umgang damit als Europa.
Die Israelis stellen die Sicherheitsmaßnahmen selten infrage: am Flughafen, im Supermarkt, in Schulen und Kindergärten sowie in der Kneipe um die Ecke. Der Schutz des Lebens gilt hier mehr als Datenschutz, Bewegungsfreiheit und andere Menschenrechte.
Europäische Regierungen werden nun von Israel lernen wollen. Bereits nach den Anschlägen vom Januar in Paris gegen das Satiremagazin Charlie Hebdo und den Supermarkt Hyper Cacher stieg die Nachfrage nach dem Knowhow israelischer Sicherheitsfirmen um 30 Prozent.
Israels Verteidigungsminister Mosche Yaalon rät Europa, Gesetze zu verabschieden, die einen effektiveren Kampf gegen den Terrorismus ermöglichen.
„Sie müssen erlauben, potenzielle Terroristen abzuhören“, sagte er im Armeeradio Galgalatz. Zudem sollten strengere Passkontrollen an den Grenzen eingeführt und Sicherheitspersonal an öffentlichen Plätzen aufgestellt werden.
Der Verteidigungsmister rät auch dazu, dass Europa seine Grenzen zur Türkei schließt. Europäische Dschihadisten reisen nach Syrien, werden dort vom Islamischen zu Terroristen ausgebildet kommen anschließend wieder zurück nach Europa, wo sie eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellen.
„Von nun an muss die Sicherheit obenan stehen, um die Demokratie zu verteidigen“, sagte Mosche Yaalon. Denn wir säßen alle im selben Boot, wenn es darum geht, die westliche Zivilisation zu schützen.


